900.000 Impftote im Jahr?

Herr Wieler hat verkündet, dass Menschen in „zeitlichem Zusammenhang“ mit den geplanten Corona-Impfungen sterben werden. Umso wichtiger sei es, genau zu eruieren, ob diese Menschen auch tatsächlich an den Folgen der Impfungen gestorben seien und nicht an ihren Grundkrankungen.

Das ist ziemlich ulkig, denn diesen Ehrgeiz könnte das RKI ja auch bei denjenigen an den Tag legen, die als „Coronatote“ gezählt werden. Dann gäbe es deren kaum noch welche, die schöne Pandemie wäre verschwunden und die ganze Impferei müsste leider gestrichen werden.

Würde Wieler nun die bekannte Wendung „im Zusammenhang mit Corona gestorben“ auf die „im Zusammenhang“ mit der Impfung Verstorbenen anwenden, dann müssten alle 900.000 Menschen, die im Jahr sterben, als Impftote gelten, wenn die gesamte Bevölkerung geimpft würde. Das ist logisch unabweisbar. Zum Glück für Wieler kapiert es niemand, wahrscheinlich nicht mal er selbst.

Aber Karl Lauterbach krakeelt herum, Stefan Homburg wolle unschuldige Menschen „ins Verderben“ stürzen, weil er als Beispiel von einem Toten pro tausend Geimpften ausgeht, was 80.000 Impftote ergäbe, wenn alle Deutschen geimpft würden. Diese Zahl, so Lauterbach, sei demagogisch hoch. In Wahrheit seien Impftote generell sehr selten. Demgebenüber stürben in Deutschland 0,8 Prozent aller Corona-Infizierten an Covid-19. Ja, aber nur im Sinne der laxen Definition „an und mit“. Wenn wir aber diese laxe Definition auch bei den Geimpften anwenden, dann … siehe oben. Dann hätte Homburg weit untertrieben. Wie? Das finden Sie absurd? Ja eben. So etwas nennt man eine reductio ad absurdum.

Nun dürfen alle raten, wen Herr Beisenherz damit meint. Und wie war das noch mit den Millionen Coronatoten in Europa? Fake News? Ach nein, das waren ja die modellierten Toten, die aufgrund ihres faktischen Nichtablebens nun als gerettete Leben gezählt werden. Ich meine, irgendwo hört doch das freie Phantasieren auf.