Don’t Go Veggie!

Leider wird das Buch, das ich mit Udo Pollmer und Georg Keckl zusammen verfasst habe, frühestens Ende März 2015 erscheinen. Ein genauer Termin steht noch nicht fest.

Da es also noch ein bisschen dauert, bis man dieses Buch käuflich erwerben kann, will ich ein paar Worte dazu schreiben:

Wer mit Veganern* diskutiert, wird feststellen, dass sie oft abrupt die Argumentationsebene wechseln. Kaum konzentriert man sich etwa auf die grundsätzliche Frage, ob Tiernutzung zu menschlichen Zwecken moralisch legitim sei, wird man alsbald mit Gesundheitsaspekten oder Missständen in der Tierhaltung konfrontiert, die mit jener grundsätzlichen Frage in keinem oder nur mittelbaren Zusammenhang stehen. Geht man nun auf diese konkreten Fragen ein, kommen die Veganer wieder mit grundsätzlichen moralischen Erwägungen usw.

Es ist offenkundig, dass es in solchen Diskussionen nicht auf Argumente ankommt, sondern darauf, andere Menschen ins Unrecht zu setzen und sich dabei aller erdenklichen Versatzstücke zu bedienen.** Der unbedarfte Teilnehmer hat dann das ambivalente Gefühl, zugleich im Recht und Unrecht zu sein. Er ist verwirrt, weil ihm die von Veganern benannten Probleme tatsächlich als lösungsbedürftig erscheinen. Wer ist nicht gegen Umweltverschmutzung? Wer ist nicht gegen tierquälerische Haltungsformen? Wer hat etwas gegen Gesundheit? Niemand. Also, so suggerieren die Veganer, haben wir Recht. Die Folge: Viele Menschen sind zwar diffus gegen den Veganismus, halten ihn aber zugleich für eine gute Sache.

Besorgte Eltern können ihren essgestörten Kindern meist wenig Paroli bieten, wenn diese von Peta-Videos in ihrer Autoaggression bestätigt werden und zugleich ein Ventil erhalten, diese Aggression nach außen zu kehren. Die Eltern sehen, wie ihre Kinder sich selbst schaden, glauben aber, dass deren Ideologie „an sich“ gut sei. Veganismus gehe zu weit, aber „Massentierhaltung“ sei nun einmal schlecht. Dass das eine von der Sache her nichts mit dem anderen zu tun hat, merken sie nicht.

Orientiert man sich an die vom Philosophen David Hume getroffene Unterscheidung zwischen Relation of Ideas und Matters of Fact, so haben wir den Veganismus auf beiden Ebenen behandelt. Auf der Ebene der Relation of Ideas zeigen wir knapp, dass die vegane „Ethik“ schon auf logisch-deduktiver Ebene untauglich ist, moralische Normen zu begründen. Theoretische Ableitungen dieser Art reichen aber nicht aus, weil das vegane Huhn auch ohne Kopf munter weitermarschiert, gackert und seine faulen Eier legt. Deshalb nimmt unsere Kritik auf der Ebene der Matters of Fact viel mehr Platz in Anspruch. Dabei verweisen wir auf Zusammenhänge und Tatsachen, die in der allgemeinen Diskussion selten zu vernehmen sind.

Wir haben uns entschieden, der Sprunghaftigkeit veganer Pseudoragumentation zu folgen und alle paar Seiten das Thema zu wechseln. In bunter Mischung werden 75 geläufige Statements vorgestellt, welche die vegane Ideologie scheinbar stützen, und in knapper Form kritisch analysiert. Die Behauptungen bzw. Beschuldigungen der Veganer fallen dabei stets auf diese selbst zurück; letztere werden also mit ihren eigenen Waffen geschlagen.

 

* Wenn ich „Veganer“ schreibe, meine ich damit immer auch „Vegetarier“. Denn letztere unterscheiden sich von ersteren nur durch ihre Inkonsequenz, nicht durch prinzipielle Differenzen. Ferner meine ich immer nur solche Vertreter dieser Ideologie, die moralische Gründe angeben.

** Diese Art der Diskussionsführung trifft man nicht nur bei Veganern an; sie ist leider allgemein verbreitet.

 

58 Gedanken zu „Don’t Go Veggie!

  1. Selten so ein Durchfall gelesen.
    Was veranlasst jemand solch ein Schund zu schreiben?
    Errektionsprobleme?
    Na ja Erscheinungstermin knapp ein halbes Jahr nach hinten verschoben.
    Ist wohl kein Bedarf an solchen fragwürdigen Schriften.
    Zur Weihnachtszeit 2015 wird es in diversen Ramschabteilungen der Bücherläden dann günstige Kaminanzünder geben. Auf denen steht “ Dont go Veggi “
    Aber was solls dem Feuer ist es egal was auf seinem “ Futter “ steht.

    • Na, wie immer keine Fachargumente gefunden und statt dessen in die geistige Mülltonne gegriffen?

      Schade. Immer noch keiner, der erklären kann, wie und wo veganes oder gar vegetarisches Essen wachsen soll. Alles nur Augenwischerei und Selbstbetrug.

      • Wenn es Dir wirklich um Argumente geht… damit habe ich kein Problem. Einfach mal etwas logisch Nachdenken könnte schon viel helfen…

        Hast Du schon mal darüber nachgedacht, dass Tiere nicht einfach auf dem Feld wachsen und unmengen von Lebensmitteln fressen, ehe wir Menschen sie essen könnten? Es ist keine Lüge, dass man mit dem Gemüse, das z.B. ein Rind frisst, wesentlich mehr Menschen (gut die zehnfache Menge) ernähren und sättigen könnte, als mit dem Fleisch des Rindes. Dazu ein kurzes Zitat von topagrar.com:

        „-In China wurden 58 % des Getreides (Kalorien) direkt als Nahrungsmittel verwendet, 33 % als Futtermittel. Pro Hektar Anbaufläche konnte China damit >813516< satt zu bekommen."

        Von dem Wasserverbrauch mal gänzlich abgesehen…

        • Ja ja, in China ist ein Sack Reis umgefallen, und deswegen müssen wir jetzt alle Vegnaer werden. Es hält Sie niemand davon ab, den Rindern das „Gemüse“ wegzuessen. Machen Sie es doch einfach! Essen Sie jeden Tag vor unparteiischen Zeugen Raufutter, Maissilage, Rapsextraktionsschrot u.ä. Mal sehen, wie lange Sie durchhalten, bis Sie vor Blähungen explodieren. Unterdessen können Sie sich ja mal mit der Frage befassen, woher die tollen Erträge kommen sollen, wenn Sie die Felder nicht mehr mit den Hinterlassenschaften von Rind, Schwein u.a. düngen. Von Bullshit kann sich jedenfalls keine Pflanze nähren.

          • Ich habe Ihnen mit einem Fachargument geantwortet. Dass Sie das nicht erkennen, wundert mich nicht. Sie vertiefen sich lieber in Flyer obskurer Organisationen und wollen dann andere mit Ihrem Pseudowissen belehren. Ja ja, der „Welthunger“ geht auf unseren „Fleischhunger“ zurück. Klar. Deswegen hat der Welthunger auch deutlich abgenommen, während der Fleischkonsum deutlich zugenommen hat. Und wo nur Getreide und Gemüse gegessen wird, herrschen Wohlstand und Prasserei. Sie und Ihre Animal-Rights-Kumpane haben einen ganz gewaltigen Knick in der Pupille, um es milde zu formulieren. Ich habe es satt, Typen wie Ihnen Nachhilfeunterricht zu erteilen. Sie glauben nicht im Ernst, dass ich alle Argumente, die im Buch stehen, hier extra für Begriffsstutzige wie Sie wiederhole. Da erkläre ich lieber einem Kohlstrunk das Einmaleins. Ich habe noch was anderes zu tun, als Trolle zu füttern. Ihre Ernährungsmarotten interessieren mich einen feuchten Kehricht. Und worüber ich mir Gedanken machen sollte, geht Sie gar nichts an, Sie Experte!

          • Aber bei Ihnen ist glaube ich jegliche Hoffnung auf minimales Verständnis verloren. Es geht nicht darum, dass alle vegan werden müssen. Vielleicht ist es Ihnen noch nicht aufgefallen, aber es gibt mittlerweile jede Menge Menschen die sich vegan ernähren und leben – von allen die ich kenne (und das sind einige) ist bisher keiner aufgegangen vor läuter Blähungen. Eine rein pflanzliche Ernährung beinhaltet wesentlich mehr als das was Sie denken, es ist sehr viel vielseitiger als jede andere Ernährungsform die ich kenne und ist zusätzlich sehr gesund – ich war ja selbst viele Jahre Omnivor ehe ich auf Vegan umgestiegen bin.

            Sie sollten sich eher Gedanken machen, nicht krank zu werden. Es gibt eine Hand voll Krankheiten, die mit einer rein pflanzlichen Ernährung fast gänzlich nicht vorkommen können, dazu gehören u.A. Diabetis und diverse Herz(-Kreislauf)-Krankheiten sowie Bluthochdruck und noch viele mehr.

            Informieren Sie sich über die Dinge, die Sie kritisieren wollen, ehe Sie Dinge von sich geben, die kein Sinn ergeben.

          • Es ist einfach zu schön, wie freundlich Sie doch bleiben, das macht Sie zu einem herrlichen sympatischen Mitbürger. Wenn ich an eine Erläuterung von Ihnen zu den 75 Argumenten aus dem Buch hier denke… Ich glaube ich würde mich lieber einer Prostata Vorsorgeuntersuchung unterziehen, weil die wesentlich angehmer ist, als Ihnen diesem Thema bezüglich und Ihrer freundlichen Umgangsweise zuhören zu müssen.

            Ich lasse es jetzt auch mir Argumentieren, bei Ihnen ist alles verloren, ich hoffe und drücke Ihnen ganz stark die Daumen, dass sie zumindest eine von oben erwähnten Krankheiten bekommen UND dann noch ein mal über eine pflanzliche Ernährung nachdenken, mit deren sogar eine Heilung dieser Krankheit vorstellbar ist (ohne richtige Medikamente!). Dazu gibt es übrigens einen Film, von einem angesehen Mediziner, der Film heißt (ich glaube nicht, dass Sie das interessiert…) Gabel statt Skalpell.

            In diesem Sinne: Don’t feed the troll anymore und guten Appetit beim verzehren von kranken Tierleichen in den nächsten Jahren.

  2. Ich freue mich auf das Buch, auch wenn es vielleicht ein harter „Lesebrocken“ wird. Die Vorankündigung jedenfalls ist schon einmal ausgesprochen gelungen und scheint den Nerv zu treffen.

      • Das angesprochene Klientel für dieses Buch sind Leute die mit Ach und Krach das siebte Schuljahr abgeschlossen haben. Leute die ein Schulgebäude eher selten von innen gesehen haben, können mit Fachbegriffen nichts anfangen. ( Na ja, lesen haben die immerhin doch irgendwie gelernt). Deshalb wird in diesem Buch auf Fachbegriffe verzichtet.

  3. Ich freue mich auch schon auf das Buch. Wenige Monate nach dem Erscheinen werde ich in sämtliche Ramschläden schauen. Billiger bekommt man kein Altpapier.
    Aber was mich wundert, warum das ach so tolle Lehrbuch verschoben wird.
    Scheint wohl so das der Verlag kein Risiko eingehen will. Am Ende viel Altpapier, das keiner kauft, im Lager liegen haben will niemand.
    Sollte das Buch doch vermarktet werden, werden ich den Verlag kontaktieren und anbieten das Altpapier abzunehmen. Kleingeschreddert eignet es sich wunderbar als Verpackungsmaterial oder eben als besagten Kaminanzünder.

    Herrlich wie man sich über ein Kommentar bei Antivegan aufregt.
    Aber was anderes darf man auch das nicht erwarten.
    Wer Tiere hasst kann eben nicht anders.

  4. Ich werde mir das Buch bestellen. Leider ist März arg spät.
    Wobei knapp 20 € ziemlich teuer für irgendwelchen nicht stichhaltigen Thesen.
    In dem Buch gibt es keine Fachbegriffe???
    Dann steht ja das Klientel schon fest, für welches das Buch geschrieben ist.

    Egal ist ne halbe Stunde arbeit für mich. Den Zwanni habe ich über. Muss schließlich bei Antivegan auf Facebook mitreden können.

    Schöne Grüße aus Cottbus.
    Euer Micha.

  5. Die Vorfreude aufdas Buch gönne ich den Freunden der Unlogik. Interessant ist, das Alfs genau da Gegenteil von einer Tatsache behauptet, was wir Tierrechtler immer wieder feststellen. Nämlich unsere starke Argumente. So weit ich weiß, gehen wir keine logische Diskussion aus dem Weg. Ich persönlich habe noch NIE das Argument angewandt, dass die Beachtung der Tierrechte besser für die Gesundheit der Menschen wäre. Mein Argument war und ist, dass das Missachten der Rechte der außermenschlichen Tiere (genau so wie Menschenrechtverletzung). Vom Thema abweichen und ständig das Diskussionsobjekt wechseln den anderen nicht ausreden lassen kenne ich eigentlich bei Gegnern der TR-Bewegung. Aber gut. In das Buch werde ich bei irgendwelcher Gelegenheit reinschauen. Es würde mich interessieren, ob etwas neues zu erfahren ist als das, was wir seit Jahrzehnten kennen. Kaufen werde ich nicht. Wahrscheinlich über Stadtbibliothek o.ä. Mit meinem Geld möchte ich nicht solche Schriften unterstützen. Aus dem selben Grund, warum ich „Mein Kampf“ nicht kaufen würde.

    • Mal abgesehen von ihrem erbärmlichen sprachlichen Niveau, so ganz verstehe ich ihre „starken Argumente“ nicht.
      Was sind „außermenschliche Tiere“? Sind Mücken außermenschlich und Darmparasiten innermenschlich?
      Und was sollen deren „Rechte“ sein? Wo sollen die herkommen, wer gewährt die?

      • Nichtmenschliche Tiere sind – wie der Name schon sagt – alle Tiere, die keine Menschen sind. Der Begriff kommt zustande, da Menschen auch Säugetiere sind.

        • Dass Menschen biologisch gesehen zu den Säugetieren gehören, ist ja wirklich eine Neuigkeit! Hätten Sie’s gewusst? Schweine sind übrigens nichtelefantöse, Elefanten wiederum nichtschweinische Tiere. Interessant, gell?

    • Das stimmt, Sie gehen keine Diskussion aus dem Wege, Sie zwingen Sie anderen Leuten auf, dort, wo keine sein müsste. Denn Essen ist Privatsache.

  6. Also nochmal. “ Mein Argument war und ist, dass das Missachten der Rechte der außermenschlichen Tiere (genau so wie Menschenrechtverletzung).“

    Wir sollen also den „andere Tieren“ die Rechte zusprechen, die wir uns ausdenken, und damit im selben Atemzug uns selber genau diejenigen Rechte (zB das auf eine angepaßte Ernährung) ABsprechen? Das paßt für mich hinten und vorne nicht. Ich finde es im Gegenteil schon schlimm genug, daß wir diejenigen Menschen“rechte“, die wir uns zugestehen (beheizte Wohnung, Futter aus dem Regal, Wetterschutz, medizinische Behandlung etc) den Tieren absprechen wollen, in dem man ihnen „artgerechte Haltung“ angedeihen lassen will, die man selber ums verrecken (im wahrsten Sinn des Wortes) nicht erleben will.

  7. „Wir sollen also den “andere Tieren” die Rechte zusprechen, die wir uns ausdenken.“

    Falsch; besser rechnen lernen! Jetzt zum Mitschreiben: Es gibt Kernrechte, es gibt Sozialrechte und bürgerliche Rechte. Die Forderung der Antispeziesisten bezieht sich ausschließlich auf die Kernrechte. Nämlich das Recht auf körperliche Unversehrtheit das Recht auf Freiheit und freie Lebensführung. Die Rechte können ausschließlich nach den Bedürfnissen und Fähigkeiten der Individuen zugesprochen werden. So können wir bei einem Kaninchen nicht von der Wahlrecht oder Mietzuschuss sprechen. Bei einem kerngesunden athletischen Menschen können wir eben so wenig vom Recht auf einen Rollstuhl sprechen, da der Bedarf nicht vorliegt. Dagegen sind die Kernrechte nicht teilbar. Diese können nicht vom Individuum zu Individuum unterschiedlich geteilt werden.

    „und damit im selben Atemzug uns selber genau diejenigen Rechte (zB das auf eine angepaßte Ernährung) ABsprechen?“

    Und hier sind wir bei der Freiheit á la FDP. Nach der selben Logik (nicht mehr und nicht weniger) könnte wahrscheinlich beim pädophilen Kindermörder auch von seiner Freiheit zur Lebensgestaltung geredet werden. Und die Handlung nach den eigenen Werten und Überzeugungen erlauben den IS-Tätern Kehlen durchzuschneiden und den Nazis andere Menschen zu Tode zu prügeln. Nach dieser egoistischen und egozentrischen Pseudomoral dürfte einiges möglich sein. Hier sieht man wie niedrig das Argumentationsniveau der Fleischlobbyisten ist.

    • Oh weh! „Kernrechte“ sind nicht teilbar? Nicht mal mithilfe eines Nussknackers? Dann fangen Sie mal an, jedem Individuum (meinen Sie damit jedes Lebewesen?) die „Kernrechte“ zu erklären. Das verklickern Sie dem Orca, der einen Deflin verspeist oder eine Robbe quält. Das machen Sie der fleischfressenden Pflanze oder der Mistel klar, die sich parasitär von ihrem Wirtsbaum ernährt. Führen Sie doch mal ein ernstes Gespräch mit dem Bandwurm Ihres Vertrauens! Die „freie Lebensführung“ des einen Lebewesens bewirkt, dass die „freie Lebensführung“ und „körperliche Unversehrtheit“ des anderen Lebewesens beeinträchtigt bzw. vernichtet wird. Irgendwie scheinen Sie in Biologie was verpasst zu haben, dass Sie nicht wissen, was eine Nahrungskette ist.

      Aus den von Ihnen vollmundig postulierten (Abwehr-)Rechten ergeben sich nicht nur Unterlassungs- sondern auch Handlungspflichten. Wenn Sie die Lebewesen sich selber überlassen, machen Sie sich der unterlassenen Hilfeleistung schuldig. Sie haben wohl eine Freiheitsbegriff à la FDP? Nur die Harten kommen in den Garten? Wenn Sie allen Ernstes ihre „Kernrechte“ auf die gesamte Fauna und Flora ausweiten, müssen Sie die körperliche Unversehrtheit des Grashalms aktiv schützen, der vom Rind verzehrt zu werden droht; Sie müssen die körperliche Unversehrtheit des Rindes vor der Freiheit des Wolfes bewahren, das Rind zu reißen. Der Wolf will aber mit dem Verzehr des Rindes bloß seine körperliche Unversehrtheit sichern. Was nun? Sie halten ihre absurde Ausweitung des menschlichen Rechtsbegriffs auf die Tier (-und Pflanzenwelt? Wie stets übrigens mit den Pilzen?) für anzispeziesitisch? Das Gegenteil ist der Fall. Sie weisen dem Menschen einen höheren ontologischen Status zu als allen anderen Lebewesen. Denn keine andere Art auf dem Planeten weiß irgend etwas von Kernrechten, noch kennt sie moralische Verpflichtungen. Der Mensch soll aber auf den allgemein praktizierten Artenegoismus verzichten und sich nicht als natürlichen Teil der Nahrungskette begreifen? Wieso? Glaubt er etwa, er sei etwas Besseres?

      • Ich möchte gern folgende Zeile aus dem Buch „dont go veggi“ zitieren.
        Veganismus ist die Gelegenheit, Persönlichkeits- und Essstörungen als ethische Hochbegabung auszugeben.“
        Mehr muss man eigentlich nicht zu dem Thema sagen. Dieser Satz bringts auf den Punkt. Aber Etwas hätte ich doch noch zu sagen. Mir ist es egal welche Nahrung Veganer oder Vegetarier zu sich nehmen. Es ist ihr gutes Recht ungesund zu leben und ihrem Körper wichtige Rohstoffe vorzuenthalten. ABER HALTET DOCH EINFACH DIE FRESSE! Es geht euch nähmlich einen Scheiss an was ich oder andere essen.

  8. „Aus den von Ihnen vollmundig postulierten (Abwehr-)Rechten ergeben sich nicht nur Unterlassungs- sondern auch Handlungspflichten.“
    Schon wieder falsch. Rechte resultieren aus den Bedürfnissen einer Person währen die Pflichten in erster Linie aus den Fähigkeiten einer Person abzuleiten sind. Ein kleines Kind ein geistig schwerbehinderter Mensch sind keine Subjekte der Moral sondern ausschließlich Objekte der Moral. Die Moral ist kein Tauschgeschäft, in dem heißen sollte: Ich bin zu dir moralisch, wen du mich moralisch behandelst.
    Dass eine Person nicht in der Lage ist, seine moralische Pflicht wahrzunehmen, reduziert ihre Anspruch auf moralische Berücksichtigung keineswegs. Wir Mitglieder der Gattung Homo Sapiens verfügen über einen hoch entwickelten Cortex , der uns die Fähigkeit verleiht, uns in die Situation anderer Personen hineinzuversetzen und somit ihre Freude, Bedürfnisse, Sorgen, Leid nachzuvollziehen. Wir sind ebenfalls in der Lage uns so zu verhalten, dass durch unsere Lebensführung möglichst andere nicht beschädigt werden. Sollten wir uns trotz dieser Fähigkeit nicht entsprechend verhalten und anderen zu unseren persönlichen Nutzen Schaden zufügen, sind wir Täter, Mörder, Verbrecher. Die außermenschliche Tiere sind aufgrund ihres Entwicklungsstandes nicht moralfähig und können somit nicht zur Verantwortung gezogen werden.
    Außerdem klingt es sehr merkwürdig, dass bei der Nahrungsaufnahme plötzlich die Raubtiere zu unseren moralischen Vorbildern werden. Ein Löwe als moralisches Vorbild? Dann dürfen Männer Kinder andere Männer töten um an die Paarungsbereitschaft der Frauen zu gelangen, wie es bei Löwen vorgeht.
    „Irgendwie scheinen Sie in Biologie was verpasst zu haben,“ Diesen Satz schreibt ausgerechnet eine Person, die den Unterschied zwischen uns Tieren und Pflanzen nicht verstanden hat.
    Darüber hinaus habe ich in dieser Internetseite ein paar Texte von dem angeblichen Sozialwissenschaftler angeschaut. Die Argumentation und das Niveau unterscheidet sich nicht von dem Metzger an der nächsten Kreuzung oder von durchschnittlichen BILD-Leser und Fußball-Fans in deutschen stadien.

    Deshalb werde ich mich aus diesen Auseinandersetzungen zurückziehen, da das Niveau vom besagten Buchautor weit unterhalb der Gürtellinie ist.

    • Das BILD-Niveau, das Sie mir hier meinen attestieren zu dürfen, scheint für Sie zu noch zu hoch zu sein. Woraus Rechte „resultieren“, war nicht das Thema. Vielmehr wäre es interessant gewesen zu erfahren, wie Sie die von Ihnen postulierten Rechte anwenden und in der Fauna durchsetzen wollen.
      Und was die „Gürtellinie“ betrifft: Sie haben diese bereits in Ihrem ersten Statement rekordverdächtig unterschritten, indem Sie unser harmloses Büchlein mit Hitlers „Mein Kampf“ gleichgesetzt haben.

  9. Ich verstehe das permanente geredet um die blöden Tiere nicht.
    Tiere sind um vom Menschen genutzt zu werden. Basta!
    Tiere sind da um gegessen zu werden oder um der Forschung zu dienen.
    Können Tiere nicht gegessen werden oder sind in der Forschung unbrauchbar, gehören die bekämpft.
    Aus diesem Grund beschäftige ich mich auch beruflich mit der Bekämpfung von Schädlingen.
    Denn was soll der Mensch mit dem ganzen nutzlosen Getier.
    Meine Liebe zu Tieren begrenzt sich auf die Zubereitung eines Steaks oder eines Schnitzels.
    Ich habe nichts für Tiere über.
    Der Mensch ist die Krone der Schöpfung.

    Das ist meine Meinung zu dem Thema. Euer Otto M.

    • Niedlich, da gibt sich wer für Otto Müller alias U.J.Sch. aus. Nur Pech, wenn man seinen eigenen Namen falsch schreibt :-), den das ist eher unwahrscheinlich. Gelle Hr. Dennis Ritter^^.

  10. Herr Schmincke, das sie leicht gestört sind zeigen sie ja mehr als genug in der Gruppe Antivegan auf Facebook.
    Als Nochmitglied lese ich ihre Beiträge regelmäßig. Ich musste mir schon oft das Kommentieren verkneifen.
    Als Otto Müller reißt du dort dein Mundwerk ganz schön auf.
    Ich verstehe Antivegan eigentlich mehr als Satire und Belustigung der veganen Szene. Doch bei ihnen scheint es abgrundtief abgrundtiefer Hass gegen Tiere und Menschen die sich für Tieren einsetzen zu sein.
    Auch wenn es Veganer gibt die ein bisschen spinnen. Nicht alles ist falsch was die sagen.
    Und einen Hass wie der von ihnen kommt ist absolut unbegründet.
    Aber noch viel bedenklicher finde ich ihre Art über Tiere zu sprechen.
    Sie arbeiten im Institut Schädlingsbekämpfung?
    Haben sie direkten Kontakt mit den Schädlingsbekämpfungschemikalien?
    Dann ist ihr Verhalten erklärbar.
    Sie geben sich im Facebook als Otto Müller aus und sind teilweise sehr abwertend und beleidigend gegenüber ihren Mitmenschen.
    Wozu die Anonymität?
    Haben sie erkannt das ihre Aussagen rechtliche Schritte nach sich ziehen können?
    Hier haben Sie den gravierenden Fehler gemacht und ihren richtigen Namen geschrieben aber dann mit “ euer Otto M “ abgeschlossen.
    Hier ein Tip:
    Verlassen sie Antivegan, diese Gruppe ist nicht gut für ihre geistige Gesundheit. Gehen Sie zu einem Facharzt. Denn ihre Einstellung ist krank und kann noch ganz böse Folgen haben für Tiere und Menschen.

  11. Da ist Urs Jakob Schmincke aber verärgert.
    (Antivegan – Otto Müller)
    Der Verlag verschiebt den Verkaufstart schon wieder.
    Zurecht, wer will schon riskieren einen Flop in seiner Auswahl zu haben.

      • Stimmt, ich kann es kaum erwarten. Wenn es dann endlich für einen Euro in der Ramschecke liegt, werde ich zwei – drei Exemplare kaufen.
        Son ein Buch, welches eh nur Müllthesen enthält, hat das richtige Format, um als Lagerfeueranzünder zu dienen.

          • Das klingt spannend! jetzt bin ich aber wirklich heiss auf dieses Buch, wollte es gerade online bestellen aber ich werde es morgen im Buchladen bestellen, vielleicht geht es dann schneller.

        • Mein Gott! Was sind Sie nur für ein dummer Mensch Herr Michael P.
          Lassen Sie doch einfach ihre saudummen Kommentare.
          Wenn Sie nicht mehr als ihre Gehirnfürze zu bieten haben sollten Sie vielleicht doch mal über ihre Ernährung nachdenken. Bei Unterversorgung von wichtigen Nährstoffen und Vitaminen, wie sie bei Veganern und Vegetariern zwangsläufig vorkommt, kann zum nachlassen der Merkfähigkeit führen. Vielleicht haben Sie Vitamin B12 Mangel, wie alle der ach so gesund lebenden Vegetarier und Veganer!?

  12. Auf der Seite des Deutschen Arbeitgeberverbandes findet sich ein sehr treffend formulierter Artikel von Ihnen, Herr Alfs. Auf Teil 2 freue ich mich bereits.

    Leider wird unter dem Artikel erwähnt, dass Ihr heiß erwartetes Buch erst im November erscheint. Da ich mir sicher bin, dass dieses Buch kein Flop wird :
    Hat die Verzögerung redaktionelle Gründe oder können (und wollen) Sie hier nicht dazu Stellung nehmen?

    Naja, vorbestellt ist es bereits, aber die lange Wartezeit … [seufz]

    Mit besten Grüßen
    Ihr kleiner Menschenfreund

    • Ich hatte den Arbeitgeberverband gebeten, den Hinweis auf das Buch zu entfernen. Es handelt sich hierbei um einen Hinweis aus dem letzten Jahr, als ich erstmals dort etwas veröffentlicht hatte. Also, ich gehe doch sehr stark davon aus, dass das Buch nicht erst im November 2015 erscheinen wird. Ich war selber davon ausgegangen, dass das Buch noch 2014 erscheint, und hatte deshalb schon viel Werbung dafür gemacht. Dass ich Sie und viele andere damit nun frustriere, tut mir leid. Ich ärgere mich selbst darüber. Die Verzögerung hat, soweit ich weiß, vor allem damit zu tun, dass im Verlag eine für das Projekt wichtige Person krankheitsbedingt mehrere Monate ausgefallen ist. „Vegane Sabotage“ ist hier jedenfalls nicht am Werk 😉 Was lange währt, wird endlich gut …
      Beste Grüße! KA

  13. Freu mich wien Schneekönig drauf, man merkt, einige hier wollen endlich ihre vorgefertigten Rezensionen („Klopapier! unethüscher als wie Hitler, Stalin und Pol Pot zusammen!!“) aus der Schublade holen. 😉

  14. Hallo,
    gibt es schon etwas Neues zum Erscheinungstermin? Bei Amazon steht 16.März? Bin auch schon ganz gespannt auf das Buch!

    Viele Grüße
    Tanja

  15. Hallo, erstmal vielen Dank für die Info. Jetzt scheint es jedenfalls, daß das Buch erschienen ist, aber es steht bei Amazon „gewöhnlich versandfertig in 11-14 Tagen! Das ist aber eine sehr sehr lange Lieferzeit! Kann man das Buch woanders schneller kaufen? In unserem örtlichen Buchhandel führt es der Großhandel auch noch nicht, heißt es ist dort nicht bestellbar! Viele Grüße Tanja

    • Hallo Tanja, da weiß ich leider auch nicht mehr als Sie. Ich hoffe aber, dass das Buch bald auch über den normalen Großhandel zu beziehen sein wird. Viele Grüße

  16. Nach Erscheinen des Buches wird Udo Pollmer wieder die Talkshow-Landschaft bereisen. Freue mich drauf, ich mag seine leidenschaftliche Art.

  17. Hallo zusammen,
    habe das Buch mittlerweile gekauft (nicht in der Ramsch-ecke sondern zum vollen Preis direkt beim Verlag) und muss sagen, zum ersten mal seit langer Zeit versucht jemand, wenn auch laut und deutlich positioniert, die ganze Veggiedebatte mal wissenschaftlich untermauert zu beleuchten.
    Und die Autoren zeigen auf, dass das Ganze eigentlich nur eine Debatte von Wohlstandsbürgern ist, die mit ihrer Vegetarismussposition nur ihr schlechtes Gewissen beruhigen wollen, darüber, dass sie hier im Überfluss leben und zwar auf Kosten anderer MENSCHEN.
    Tschüss und guten Appetit was auch immer ihr essen mögt.

  18. Inwieweit es tatsächlich „moralischer“ ist Pflanzen zu verspeisen, kann bezweifelt werden. Immerhin handelt es sich auch um Lebewesen, die wachsen, sich gewissermaßen sexuell reproduzieren und sogar miteinander kommunizieren. Das Problem für uns Menschen ist nur, dass sie uns nicht mit rehbraunen Augen scheinbar Mitleid heischend ansehen können, da uns ihre Lebensform zu fremd ist und sich pflanzlichen Leben für uns zu langsam und häufig im Verborgenen abspielt.

    Dabei sind Pflanzen zu erstaunlichen Intelligenzleistungen fähig. Nachlesen kann man hier: http://news.doccheck.com/de/blog/post/1199-gruene-intelligenz/

    Das Töten einer Pflanze geringer zu schätzen als das Schlachten eines Tieres ist typische menschliche Arroganz. Um Überleben zu können, müssen wir eben andere Lebewesen verspeisen.

  19. Das Buch (Don´t go Veggie) ist draußen und jeden Cent wert! Endlich, endlich zieht jemand mit vernüftigen Argumenten gegen die Veggies dieser Welt ins Feld.
    Seit Jahren! esse ich nix rohes und nur wenig bis gar kein Gemüse und zum Dank bin ich seit Jahren nicht mehr krank und muss ständig zur Arbeit. Ganz Toll! ;o)
    Lieben Gruß an alle Normal-Esser

  20. Ich bin schon echt lange Vegetarier und kann es nicht glauben. Diese furchtbaren Diskussionen denen ich schon seit 20 Jahren versuche aus dem Weg zu gehen, werden durch dieses Buch auch noch öffentlich und schriftlich gemacht. Ich kann es echt nicht mehr hören. Mal ganz davon abgesehen, dass ich mich durch Ihr erstes Sternchen, herabgesetzt und beleidigt fühle. Das was man isst ist ja wohl eine der persönlichsten Entscheidungen im Leben eines Menschen. Mit dem Buch begeben Sie sich meiner Meinung nach auf genau die selbe Stufe mit den militanten Veganern, die Sie kritisieren möchten. Ich bekomme echt einen Krampf wenn ich daran denke wie viele Diskussionen mir dank dieses Buches jetzt wieder aufgezwungen werden. Ich kann es echt nicht mehr hören. Eine vollkommen entnervte Vegetarierin die nur in Ruhe essen möchte.

    • Wenn es Ihnen ein Bedürfnis ist, hier das beleidigte Tofuwürstchen zu spielen, sei Ihnen das gegönnt. Offenbar waren heute alle nett zu Ihnen und Sie hatten noch keine Gelegenheit, einen Flunsch zu ziehen. Warum Sie sich beleidigt fühlen, steht allerdings nicht in besagtem „Sternchen“. Denn dort habe ich geschrieben, dass meine Kritik nur diejenigen betrifft, welche den Fleischverzicht aus moralischen Gründen praktizieren. Wenn Sie also keine moralischen Gründe haben, brauchen Sie hier doch gar nicht das arme Hascherl zu spielen. Dann antworten Sie: „Fleisch bekommt mir nicht“ oder wie der verstorbene Harry Rowohlt: „Ich bin kein Vegetarier, ich mag nur kein Fleisch. Das Einzige, was ich noch weniger mag als Fleisch, sind Vegetarier.“ Und schon sind Sie aus dem Schneider.

      Wenn Sie aber moralische Gründe anführen, können Sie sich nicht auf „Privatsache“ herausreden, denn Moral ist per definitionem keine Privatsache. Dann dürfen Sie sich nicht wundern, wenn Ihnen Diskussionen aufgezwungen werden. Hier habe ich mal erklärt, warum. Und lesen Sie auch die stumpfsinnigen Kommentare darunter!

      Wenn Sie moralischen Fleischverzicht üben, haben Sie den Veganern nichts entgegenzusetzen, außer Ihrer Inkonsequenz – diese stehen gegenüber den Frutariern als Waschlappen da und die Frutarier wiederum gegenüber den Lichtköstlern. Am Moralischsten ist allerdings die eigene Nichtexistenz. Was kann ich eigentlich dafür, dass die Leute zu dusselig sind, die Logik ihrer eigenen Moral zu begreifen?

      Sie scheinen überdies in einem Paralleluniversum zu leben, sonst hätten Sie wohl mitbekommen, wer derzeit wem ständig ungefragt ins Essen quatscht. Googeln Sie mal „Essen“ und „Privatsache“:

      Was glauben Sie, was mir alles für Nonsens-Diskussionen aufgezwungen werden! Und was machen Sie eigentlich, wenn ich ich mich meinerseits durch Ihren Kommentar herabgesetzt und beleidigt fühle. Flechten Sie mir dann ein Entschuldigungs-Kränzlein? Wohl kaum.

  21. Gute Antwort auf dieses Gejammer.
    Ein Bekannter, er ist Vegetarier, hat mal zu seinem Geburtstag eingeladen. Es gab nur vegetarische Gerichte und einen Haufen Gutmensch-Belehrungen über gesunde und ethisch korrekte Ernährung. Als ich dann zu feiern eingeladen habe, gab es nur Fleisch und Salate mit Fleischeinlage. Er beschwerte sich weil es nichts vegetarisches gab. Ich antwortete nur nur dass es bei seiner Feier auch kein Fleisch gab und wo jetzt das Problem sei!? Seither ist die Bekanntschaft beendet und das ist auch gut so. Hatte keinen Bock mehr auf das selbsherrliche Gutmensch Gelaber.

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