Welthunger im veganen Zwangsdienst

Die Fleischproduktion, so behaupten Veganer mit Verve, sei schuld am Welthunger. „Wertvolle Nahrung“ lande in den Futtertrögen der Reichen, während 795 Millionen Menschen noch immer hungerten. Diese Anklage macht bei agrarisch Unwissenden stets großen Eindruck, sodass ihnen die Schnitzel in den Gierhälsen steckenbleiben. Dass universal praktizierter Veganismus die Lösung wäre, versteht sich dann natürlich von selbst. *Ironie aus*

Doch auch ohne jede agrarwissenschaftliche Kenntnis genügen die Kenntnisnahme der Daten sowie einfaches Nachdenken, um darauf zu kommen, dass obige These nicht stimmen kann:

1961 gab es etwas mehr als 3 Milliarden Menschen auf der Erde, von denen etwa 1,2 Milliarden hungerten (1950 hungerte noch jeder Zweite). 2015 gab es 7,35 Milliarden Menschen, von denen 795 Millionen hungerten. Heute werden also deutlich über 4 Milliarden Menschen mehr satt als 1961. Im selben Zeitraum ist die globale Fleischproduktion von 71 auf 318 Millionen Tonnen Schlachtgewicht gewachsen. Die Fleischproduktion hat sich mehr als vervierfacht. Tendenz steigend.


Von 1961 bis 2015 gab es also weltweit: erstens einen sehr starken Anstieg der Fleischproduktion, zweitens eine sehr starke Abnahme der hungernden Bevölkerung in Bezug auf die Gesamtbevölkerungszahl, drittens eine starke Abnahme der hungernden Bevölkerung in absoluten Zahlen. Der Welthunger hat im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung so drastisch abgenommen, dass heute 2,6 Milliarden Menschen hungern würden, wenn die Relation noch dieselbe wäre wie 1961.

Luftnummern statt Fakten 

Wie kommt man von diesen Zahlen zu der Behauptung, dass ausgerechnet die Fleischproduktion den Welthunger verursache? Ganz einfach, indem man gänzlich realitätsferne Theorien für bare Münze nimmt und als handfeste Fakten ausgibt. Man addiert die weltweiten Bruttonährstoffmengen und verteilt dann die Früchte dieser Rechenarbeit unter den geistig Armen. Hilal Sezgin füttert in ihrem neu erschienenen Jugendbuch sogleich den deutschen Nachwuchs damit : „Würden wir alles Getreide direkt selbst verzehren, statt es zu Tierfutter zu verarbeiten, könnten noch 4 Milliarden Menschen mehr ernährt werden.“

Derlei Studien sind jedoch wissenschaftlich nicht gehaltvoll. Sie werden gemacht, weil es eine starke Nachfrage danach gibt. Würden wir Holz und Kohle essen, könnten vielleicht 100 Milliarden Menschen mehr satt werden. Denn in Holz und Kohle sind viele Kalorien drin. Aber Vorsicht: nicht den Bibern das Frühstück wegessen! Hilal Sezgin verdirbt sich unterdessen den Magen an ihrem täglichen Einheitsgetreidebrei aus Massenertragspflanzen, die Leute bekommen von der getreidebasierten Kost ohne tierisches Eiweiß die schönsten Mangelerkrankungen, und alles wird gut. Dünger braucht auch kein Mensch. Wofür denn auch? Kann man doch selber essen!

Realitätscheck längst bestanden

Während in der Wirklichkeit längst eindrucksvoll unter Beweis gestellt worden ist, dass mit hoher Fleischproduktion und intensiver Landwirtschaft viele Milliarden Menschen mehr satt werden als noch vor ein paar Jahrzehnten, sind Versuche, die vegetarischen Fieberphantasien in die Praxis umzusetzen, bisher katastrophal gescheitert. Als man vor hundert Jahren in Deutschland aufgrund abstrakt korrekter Berechnungen meinte, die Menschen sollten statt Schweinen lieber Getreide essen, verhungerten in der Folge 800.000 Menschen (Schweinemord).

Der Mythos der Nahrungskonkurrenz von Nutztieren und Menschen wurde jüngst durch eine FAO-Studie zerstört. Um zu erkennen, dass diese Nahrungskonkurrenz nicht bzw. kaum besteht, braucht man indes keine FAO. Es reichen biologische Grundkenntnisse und Beobachtungsgabe. Denn Veganer weigern sich hartnäckig, wirklich das zu essen, was das Vieh frisst.

Unter Welthungerhilfe scheinen sie zu verstehen, den Welthunger tatkräftig zu fördern. Was würde wohl passieren, wenn diese Leute tatsächlich den Welternährungsverkehr regelten? Das könnte schon bald geschehen. Der amtierende Landwirtschaftsminister von Schleswig-Holstein, Robert Habeck, verkündet bereits, dass die Tötung von Nutztieren nicht mehr zu rechtfertigen sei. Im grünen Milieu und bei der sogenannten Bildungselite ist das bereits als feststehende Wahrheit anerkannt. 

Wie viele Milliarden Menschen müssten sterben, bis auch der letzte Naivling begriffe, wie menschenverachtend die Tierrechts-Ideologie ist und wie wenig Anlass besteht, deren Vertreter für respektable Personen zu halten? Der Welthunger wird ganz anderes besiegt werden, wenn Tierrechtler und Veganer dies nicht verhindern.

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