Haben Nutztiere ein verkürztes Leben?

Wer nicht stirbt zur rechten Zeit …

»Nutztiere haben ein kurzes, qualvolles Leben« – diese Behauptung ist das Mantra aller, die sich gegen »Massentierhaltung« engagieren. Vom angesehenen Tierethiker über die vegane Aktivistin bis zum »kritischen Konsumenten« herrscht in dieser Frage allgemeiner Konsens.

Der Philosoph Jean-Claude Wolf schreibt: »Wenn Lebewesen empfindungsfähig sind, ist es falsch, sie ihrer Lebensdauer und Lebensfreude zu berauben. Wenn man sie tötet, verringert man wahrscheinlich die Summe ihrer Lebensfreude (außer wenn man sie tötet, um ihnen schwere Schmerzen zu ersparen). Ich nenne dies das Beraubungsargument.« Der berühmte Tierrechtler Tom Regan meint: »[…] ein vorzeitiger Tod ist ein Verlust von sehr fundamentaler und unumkehrbarer Art.« Deshalb dürften Menschen das Leben von Tieren nicht »verkürzen«.

Nun ist das Leben der meisten Tiere nach menschlichen Maßstäben im Ganzen recht unkommod. Überdies geht die Lebensfreude und Lebensdauer des einen auf Kosten der Lebensfreude und Lebensdauer des anderen. Tötet man ein Tier nach »kurzer« Lebensdauer, reduziert man die Summe der Lebensunfreude desselben drastisch. Ein am ersten Lebenstag getötetes Küken leidet insgesamt wahrscheinlich weniger als ein Huhn, das drei Jahre alt wird. Noch weniger leidet ein in die Pfanne geschlagenes Ei, und am wenigsten leidet ein Huhn, das gar nicht erst existiert. Lässt man das Ei zum Küken werden und dieses länger leben, vergrößert man die Summe seines Leides.

Um eine Lebensbilanz ziehen zu können, müsste man Freude und Leid miteinander verrechnen. Doch woher will ein Jean-Claude Wolf wissen, ob die Rechnung fürs Tier unterm Strich auch aufgeht? Vielleicht würde ein Wildtier, das in den Fängen eines Bären endet, den Jäger anklagen, der es ein paar Jahre zuvor nicht geschossen und damit eines schmerzfreien Todes »beraubt« hat. Motto: Hätte ich das nur vorher gewusst! Tiere pflegen allerdings höchstwahrscheinlich ohnehin keinerlei Lebensbilanzen zu ziehen.

Nur die Harten kommen in den Kindergarten 

In Büchern sowie auf unzähligen Internet-Portalen sind Tabellen zu finden, in welchen die durchschnittliche Nutzungsdauer der betreffenden Tierarten mit deren »natürlicher Lebenserwartung« kontrastiert wird. Man braucht bei Google bloß diesen Begriff einzugeben, schon kommt einem der grobe Unfug entgegen – z. B. dass Schweine im »Kindergartenalter« geschlachtet würden. Nun kommen Tiere bekanntlich nicht in Kindergärten und damit auch nie in ein Kindergartenalter. Warum nicht? Weil Kindheit ein spezifisch menschliches, kulturelles Phänomen ist, es deshalb auch keine Tierkinder oder Tierbabys gibt. Man kann das Schlachtalter von Schweinen auch auf das Maximalalter von Bäumen »übertragen« (10.000 Jahre). Dann sterben die Schweine nicht einmal im Samenalter.

Auf der Seite Sag nein zur Milch von Animal Rights Watch steht, dass »Milchkühe« eine natürliche Lebenserwartung von dreißig Jahren hätten. In einem Schaubild des Vegetarierbundes (Vebu) wird die natürliche Lebenserwartung von Kaninchen mit zwölf, von Schweinen mit fünfzehn, von Lämmern [sic!] mit zwanzig, von Gänsen mit vierzig Jahren angegeben usw. Ähnliches findet sich bei Vier Pfoten.

In der tierethischen Literatur wird der Begriff »(natürliche) Lebenserwartung« oft genauso unreflektiert verwendet, so zum Beispiel im Einführungsbuch von Markus Wild und Herwig Grimm oder in einem Buch der Mannheimer Ethikerin Ursula Wolf. Das ist für Hochschulprofessoren der Philosophie erstaunlich, da deren Geschäft doch eigentlich die präzise Verwendung von Begriffen sein sollte. Dahinter scheint jedoch Methode zu stecken, denn nur wenn man den betreffenden Begriff falsch anwendet, kann man in diesem Punkt zu einem negativen Urteil über die Nutztierhaltung kommen. Benutzt man ihn jedoch korrekt, bleibt von der Klage über das angeblich verkürzte Leben der Nutztiere nichts übrig. Im Gegenteil.

Das tragisch frühe Ende des Jopi Heesters

»Lebenserwartung« ist laut Wikipedia definiert als die im Durchschnitt zu erwartende Zeitspanne, die einem Lebewesen ab einem bestimmten Zeitpunkt bleibt. Ein Durchschnittswert ist etwas völlig anderes als ein Maximalwert. Johannes Heesters starb mit 108 Jahren nicht vorzeitig, weil die höchste nachgewiesene Lebensdauer eines Menschen 122 Jahre beträgt. Hier werden also Äpfel mit Birnen verglichen.

Domestizierte Arten und die entsprechenden Wildformen erreichen solche Maximalalter nur in menschlicher Obhut bei optimaler Fütterung und medizinischer Versorgung – also unter künstlichen Bedingungen. In der Natur sieht das selbstverständlich ganz anders aus. Die Wildformen der domestizierten Arten haben keineswegs eine höhere Lebenserwartung als letztere, im Gegenteil.

Die Lebenserwartung eines Durchschnitts-Exemplars ist in der Natur ungefähr so hoch, wie es dauert, bis es durch ein Exemplar der nächsten Generation ersetzt wird. Je schneller die Generationenfolge, desto kürzer die Lebenserwartung. Im Schnitt zieht eine Kuh in der Wildnis etwas mehr als ein Kalb groß und wird durch dieses ersetzt. Eine Milchkuh hingegen schafft in Deutschland im Durchschnitt 2,9 Laktationen – knapp drei Kälber – und wird 5,3 Jahre alt.

Würden alle Milchkühe zwanzig oder gar dreißig Jahre alt, brächte jede von ihnen in ihrem Leben 15 bis 28 Kälber zur Welt, die ihrerseits wieder ein Alter von zwanzig bis dreißig Jahren erreichten und entsprechend viele Kälber produzierten. Dann wäre der Planet bald mit Rindern überfüllt. Laut Darwin vermehrt sich jede Tierart mit einer solchen Rate, dass der Erdball rasch mit den Nachkommen eines einzigen Paares bevölkert wäre, wenn nicht fast alle sterben würden, bevor sie sich fortpflanzen können (natürliche Selektion).

Ein kurzes, hartes Leben ist also bei Wildtieren ganz normal und – was dazukommt – ökologisch funktional. Bereits als Junges zu sterben oder als Ei gefressen zu werden ist für ein Wildtier das Normalste, Natürlichste der Welt. In den Worten des Vegetarierbundes: Es gibt nichts Natürlicheres für Tiere, als im »Babyalter« oder im »Kindergartenalter« einen äußerst unsanften Tod zu sterben. Die wenigen Tiere, die ein hohes Alter erreichen, fallen in der Regel nicht einfach um, sondern sterben ebenfalls einen qualvollen Tod durch Verhungern oder Fressfeinde.

Umgekehrt wird ein Schuh draus

Nutztiere unterliegen der künstlichen Selektion, Wildtiere der natürlichen Selektion. Soll die korrekt definierte natürliche Lebenserwartung als Maßstab dienen, käme hierfür nur die Lebenserwartung der jeweiligen Wildformen in Frage. Denn für Tiere, die der künstlichen Selektion unterliegen, gibt es per definitionem keine natürliche Lebenserwartung.

Legt man diesen Maßstab an, entfällt allerdings jeder Grund zur Klage, weil die Nutztierarten im Schnitt mindestens so alt werden wie ihre wilden Verwandten. Wer mit der natürlichen Lebenserwartung – überhaupt mit den natürlichen Bedingungen der betreffenden Arten – argumentiert, müsste sich sogar beschweren, sobald Nutztierarten durchschnittlich älter würden als deren Wildformen, da letzteres unnatürlich ist.

Es wäre demnach unmoralisch, Tiere länger und besser leben zu lassen, als es die Natur den Wildtieren vorgibt. Solche Kritiker müssten genau das für die Tiere fordern, was sie kritisieren: ein kurzes, qualvolles Leben. Tiere medizinisch zu versorgen, den Nachwuchs zu schützen, regelmäßig Futter bereitzustellen, Ställe zu beheizen und dergleichen wären moralisch verwerfliche Handlungen.

Bambi als Goldenes Kalb

Am Beispiel der fragwürdigen Behauptung, Nutztiere hätten ein (besonders) kurzes und qualvolles Leben, zeigt sich, dass die Kritiker der modernen Nutztierhaltung aus einem schiefen Blickwinkel heraus argumentieren. Das Leid der Wildtiere wird systematisch bagatellisiert, das Leid der Nutztiere wird systematisch dramatisiert.

Die natürlichen Übel herunterzuspielen und die durch Menschen verursachten Übel (moralische Übel) zu dramatisieren, ist eine besonders im Christentum verbreitete Angewohnheit. Der Zweck dieses Manövers besteht darin, einen als allmächtig und allwissendend vorgestellten Gott auch als Inbegriff des Guten darstellen zu können. Die Existenz schlimmster Übel in der Welt spricht aber dagegen. Deshalb konzentriert man sich auf die moralischen Übel, weil Menschen daran angeblich selbst schuld seien. Schließlich habe Gott sie mit freiem Willen ausgestattet. Angesichts der natürlichen Übel ist dies nicht leicht möglich. Für diese Übel ist Gott ganz direkt selbst verantwortlich. Daher die Neigung, die natürlichen Übel herunterzuspielen oder als Strafe Gottes hinzustellen. Allerdings hat man sich schon früher nicht beliebt gemacht, wenn man beispielsweise den qualvollen Seuchentod unschuldiger Kinder als Strafe Gottes bezeichnete.

Man muss nur »Gott« durch »Natur« ersetzen, dann sieht man die gleiche Struktur. Die Natur, die Tiere gelten als Inbegriff des Guten. Nur der Mensch ist schlecht. Was er mit den Tieren anstellt, ist Sünde und Frevel. Was die Naturwesen miteinander anstellen, unter welchen Bedingungen sie natürlicherweise leben, wird weitgehend ausgeblendet. Doch nach messbaren Parametern geht es Wildtieren im Schnitt weit schlechter als ihren domestizieren Verwandten in modernen Haltungsformen nach modernen Tierschutzstandards. Dass Wildtiere ein besseres Leben hätten, weil sie »frei« seien, »mehr Platz« hätten o.ä., ist eine sehr gewagte Behauptung, die vor allem auf Projektionen beruht.

Auch wenn sie es vehement bestreiten, haben viele Tierrechtler ein zu idyllisches Bild von Tieren in freier Wildbahn und können damit bei zahllosen Menschen Eindruck machen, die vom Bambi-Syndrom ergriffen sind. Selbst ein so skeptischer Geist wie der Philosoph Norbert Hoerster behauptet in seinem lesenswerten Buch zur Tierethik, Wildtiere hätten ein »im ganzen erfreuliches Leben.« Das ist grotesk. Damit schwächt Hoerster seine Argumentation ohne Not erheblich. Wer auf solcher Basis argumentiert, zieht notwendig falsche Schlüsse.

 

11 Gedanken zu „Haben Nutztiere ein verkürztes Leben?

  1. Naja Strafe Gottes ist immer so eine Sache. Nimmt man die Schriften ist das Folge von Unvollkommenheit, die ererbt wäre. In Johannes Kap 9 kann man dazu lesen, das weder Kind und noch Eltern sündigen, wenn es blind geboren wäre.
    Weiter zurück im alten Israel gab es im mosaischen Gesetz Opferregeln, die bei Geburt ein Opfer vorschrieben. Es hatte den Sinn, die Sündigkeit der Empfängniss bewußt zu machen – ohne dabei jedoch eine Last darzustellen, weil es nicht darum ging, das Opfer befreite ja von der Schuld und Sündhaftigkeit, dafür waren diese ja eingerichtet. Selbst Maria opferte Tauben nach der Empfängnis von Jesus, kann man in Lukas 2:21,22 nachlesen Auch gleich geklärt das Marienverehrung unbiblisch ist.
    Aber das nur am Rande, um klar zu stellen, das Seuchentod beim Kinde nur bei denen eine Strafe Gottes sein kann, die die Schriften nicht lesen oder sich ihren Glauben genauso zusammenreimen wie es Tierrechtler tun…

    Zum Topic: Was ich mich immer wieder mal gefragt hatte wenn Leute davon reden, das Nutziere ja angeblich nicht alt würden.
    Solche Kritiker halten gerne eigene Nutztiere, nämlich zur Unterhaltung Haustiere wie Katze, nen Hund oder irgendwelche Vögelchen. Alles in allem unterschiedliche Tiere unterschiedlichster Rassen mit ganz unterschiedlichen Lebensspannen.
    Nähme man einen Wolfshund. Der wird nicht sehr alt, die meisten unter 8 Jahre. Dann wäre es Quälerei wenn man diesen hielte, man könnte ja ein Tier halten, das länger lebt!
    Wenn das so entscheidend wäre, dann müssten sich ja alle, die sich über kurze Nutztierlebensspannen mokieren, ausschließlich die langlebigsten Tiere auswählen?
    Schildkrötenpflicht für alle? Grönlandhai statt Goldfisch?

    Wer erbt das Tier dann oder muss die Schildkröte mit ins Altersheim? Was sagt der Tierschutz dazu? Hat das Tier nicht das Recht auf eine würdige Unterbringung im Alter? Altersheime für Menschen stehen im schlechten Ruf. Der Tierschutz dürfte dagegen sein, nehme ich an …

  2. „Haben Nutztiere ein verkürztes Leben?“

    Ein Leben kann man nicht verkürzen, wie man auch keine Tatsachen verkürzen kann. Man kann ein Lebewesen töten, d.h. dessen Leben beenden, welches ohne Tötung wahrscheinlich länger gedauert hätte. Gibt es einen optimalen Zeitpunkt für den Tod eines Tieres? Sie möchten diese Frage wohl ausnahmsweise mal aus Sicht des Nutztieres und nicht des Tiernutzers behandelt wissen.

    Die Lebenserwartung eines Wildtieres oder einer domestizierten Art in freier Wildbahn ist für die Fragestellung nicht relevant, Ihnen geht es ja um Nutztierhaltung. Wir wollen doch nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Nutztiere sind keine Tiere, die aus freier Wildbahn geholt wurden und jetzt für Kost und Logis dankbar zu sein hätten. Johannes Heesters wurde auch nicht aus dem Urwald geholt. Sonst hätte man ihm die medizinische Versorgung, die es da nicht gibt, natürlich guten Gewissens versagen können.

    Ja wann ist denn nun der optimale Endtermin? Sie sagen es im Grund selbst: Man müsste also nach alter Väter Sitte Freude und Leid von Henne und Eintagsküken miteinander verrechnen, „doch solche Berechnungen sind immer Milchmädchenrechnungen. Was weiß denn ein Jean-Claude Wolf, ob die Rechnung fürs Tier unterm Strich auch aufgeht?“ (zweifelsohne ist der Tierhalter da schlauer, er kennt seine Tiere, will nur das Beste für sie). Es gibt also keinen optimalen Zeitpunkt für einen Tod von fremder Hand, jedenfalls ist er kaum möglich zu bestimmen (außer wenn einem Tier schwere Schmerzen erspart werden sollen).

    Daher möchten ethisch motivierte Veganer nach meinem Eindruck auch überhaupt keine Tierhaltung zur Nahrungs- und Bekleidungsherstellung für sich in Anspruch nehmen. Sie wünschen sich gar nicht, dass Tierhaltung für sich und möglichst viele andere Menschen fortgeführt wird und nur die Tiere dabei nicht getötet werden, nein, sie wünschen sich, dass Tierhaltung möglichst gar nicht in Anspruch genommen wird. So müssen sie auch keine Milchmädchenphilosophie betreiben.

    Und was ist mit den Übeln und dem Leiden in freier Natur? Da ist vom utilitaristischen Standpunkt aus eine Prädatorenregulierung in Betracht zu ziehen. Eine Tötung nach jagdlichen Methoden allerdings, für die eine Ausnahme von dem Gebot gilt, dass ein Tier „nur unter wirksamer Schmerzausschaltung (Betäubung) in einem Zustand der Wahrnehmungs- und Empfindungslosigkeit getötet werden darf“ (§ 4 Abs. 1 TierSchG), halte ich für suboptimal. Es gibt auch keine verlässliche Folgenabschätzung für eine Dezimierung und Eliminierung von Prädatoren, etwa hinsichtlich ökologischer Auswirkungen. Außerdem stellt sich das Problem einer gerechten Ressourcenallokation, wenn kein Markt für eine Prädatorenregulierung bestünde. Schließlich gibt es noch Menschenleid, das es zu verhindern und lindern gilt; auch dafür gibt es keinen freien Markt, der jedem zugänglich wäre. Veganismus hingegen spart ja sogar noch Ressourcen. Davon abgesehen, ist es nicht wirklich ein Argument, dass es auch andere als das eigentlich in Rede stehende Übel gibt. Es ist nur eine Relativierung. Damit kann man (sich) trösten, aber nicht (anderen) helfen.

    • „Sie möchten diese Frage wohl ausnahmsweise mal aus Sicht des Nutztieres und nicht des Tiernutzers behandelt wissen. “

      Das ist ein (Selbst-)Betrug. Eine wie auch immer geartete Sicht des Nutztieres existiert nicht, warum sollte sie eingenommen werden?
      Tatsache ist, das das Tier nicht über Existenz nachdenkt sondern einfach nur existiert.

      Da könnte man umgekehrt genauso fragen, ob die Nutztiere nicht doch gerne leben würden, auch wenn Tierrechtler und Veganer wie ADT ihnen die Existenz versagen wollen weil sie Angst vor Leiden haben. Ausnahmsweise mal nicht aus Veganer Sicht betrachtet, sondern aus Sicht des Tieres…*rolleyes

      Natürlich will das Tier leben, in dieser Überlegung, schließlich ist es Zeit seines Lebens satt und wohlbehütet.

      Das durch Leid besonders geplagte Exemplar Tier: Der Mensch, wählt fast immer das Leben und weiterleben. Nimmt Durststrecken des Leidens stets in Kauf – und das obwohl er Leid oft von Ferne bereits kommen sieht und noch lange nach einem leidverursachenden Ereigniss darüber beträchtlich Schmerz empfinden kann.
      Der Mensch nimmt soviel in Kauf für (s)ein Leben, das klar davon ausgegangen werden muss, das ein Tier, das sich ja nicht vielem bewußt ist, das Leben jederzeit wählen würde.

      Veganismus ist kein Ausweg sondern ein Irrweg.

      Beste Grüße

      Aufklärer

      • „Natürlich will das Tier leben“ – jo, das besagt das Beraubungsargument von Jean-Claude Wolf.

        Wenn Berauben Nachdenken über die Existenz voraussetzt: Wird also ein Patient, der in eine Narkose eingewilligt hat, dann nicht seines Lebens beraubt, wenn ihm der Anästhesist vorsätzlich und ungefragt eine letale Dosis verabreicht? Und wenn jemand nicht in eine Narkose eingewilligt hat und wohlig in den Narkoseschlaf fällt, in dem er verstirbt? Oder jemanden im normalen Schlaf töten: die Rechtsprechung sieht darin allerdings ein Mordmerkmal (Heimtücke=Ausnutzen der Arg- und damit Wehrlosigkeit). Vorher aufwecken und „Hallo“ sagen, „ich drück‘ jetzt final ab“, kann rechtsfolgentaktisch sehr geboten sein (dann nur sog. Totschlag) – verstehe ich aber auch nicht so ganz, wollte Heiko Maas nicht umsonst reformieren.

        Jaha, aber der Mensch reflektiert ja, kann es jedenfalls (alle Menschen?). Wenn er erfährt, dass in Krankenhäusern Menschen narkotisch wegrationalisiert werden, ist sein Rechtsempfinden erschüttert, und er sorgt sich womöglich um sein eigenes Leben und das seiner Kinder oder seiner komatösen Mutter. – Richtig. Ist der Anästhesist also nur unter präventiven Aspekten zu bestrafen, gibt es also nichts zu sühnen für das Töten? – So ein Quatsch, natürlich muss das Töten gesühnt werden, der Getötete wollte ja nicht sterben. – Äh ja richtig, aber wollte er auch weiterleben? Hat er ja nicht gesagt, sondern nur geschnarcht. – Aber ein Mensch ist immer noch was anderes als ein Tier. – Wer hat denn damit angefangen!

        Zurück zur Tiernutzung: Wie ist es denn mit Fehlbetäubungen? Welche Fehlerquote ist okay, 10 %, 5 %, 1 %? Oder ist eine Fehlerquote egal, brauchen wir gar keine Betäubung für Tiere – Schächten für alle? Wahrscheinlich ist das Verlangen einer Nullfehlerquote zu streng, dann dürfte man ja auch nicht Auto fahren.

        Als vordringlichste Aufgabe muss eine Nulltoleranz im Sinne absoluter Reinheit, doch erst mal bei Lebensmitteln verwirklicht werden, jedenfalls absolute Freiheit von synthetischen Stoffen. Glyphosat ist derzeit das größte Menschheitsproblem, Schmerz und Todeskampf hingegen sind natürlich, gehören zum Leben. Und das Leben ist immer ein Geschenk.

        Außer ohne Fleisch, dann ist es Höchststrafe.

        Daran fröhlich zweifelnd, denn was bleibt ihm anderes übrig, grüßt herzlich der AdT

        • „Zurück zur Tiernutzung: Wie ist es denn mit Fehlbetäubungen? Welche Fehlerquote ist okay, 10 %, 5 %, 1 %? Oder ist eine Fehlerquote egal, brauchen wir gar keine Betäubung für Tiere – Schächten für alle? Wahrscheinlich ist das Verlangen einer Nullfehlerquote zu streng, dann dürfte man ja auch nicht Auto fahren.“

          Einfach mal mit dem Thema befassen. In großen Schlachthäusern sind Stellen vorhanden, die das Gelingen der Betäubungsbemühungen absichern. Da kommt quasi gar nix durch. Es sei denn man kann Ihnen mit dem Daumen ins Auge stechen ohne das Sie reagieren. Aber so scheintot sind nicht mal Veganer… obwohl oft dicht dran ;>

          Alternative Sichtweise: In der von deinesgleichen so beliebten Natur ist ein schneller Tod quasi nicht vorgesehen. Eine halbe Minute Elend ist im Angesicht des Zweckes – nämlich das Leben und Überleben von Menschen herzustellen – völlig gerechtfertigt. Selbst wenn in jedem Falle dieses Leiden entstünde. Hier heiligt der Zweck Mittel und Methoden im Zweifelsfall.

          Ein leidender Mensch ist unerträglich. Eine ungeklärte Anzahl Tiere mit Ablebehindernissen ein Problem, das es zu vermeiden gilt so gut es möglich ist. Das reicht mir und das reicht dir. Denn für ein Gericht Gemüse sterben mehr Tiere für einen Schweinebraten. Ein Schwein reicht für ~20 Schweinebraten grob geschätzt.

          „Glyphosat ist derzeit das größte Menschheitsproblem“

          Ich dachte dir wäre noch ein bischen Verstand verblieben. Anscheinend nicht.

          Hab heute nur kurz in Zeitungsberichte geschaut. Verheerende Bilanz an menschlichem Leid in Syrien und Jemen. Radikalisierung neoliberaler Wirtschaftspolitik weltweit und vieles mehr.
          Letztens Welthungerdiskurs. Dem Ideologen mit vegan/vegetarischem Wahn, tierrechtsethischen Moralisten und vergleichbar Scheinheiligen tuts besonders weh wenn Glyphosat als Betriebshilfsmittel in der modernen Landwirtschaft zig Millionen Menschen ernähren hilft. Eines Arbeitsmittels der Landwirtschaft das nachweislich allgemein unschädlich und nahezu ungiftig ist.

          Wo ist das Problem?

          Das ominöse Gefühl der Anhänger einer esoterischen Fraktion, Biolabel-Konsumenten, Bildungsferne und Technikfeindlichkeit und das gute Gelingen der konventionellen Anwender-Landwirtschaft.

          Meine Vermutung jedenfalls. Es ist zu gut. Es wirkt gut und sicher. So ist es eine Säule der konventionellen Landwirtschaft geworden. Überall in der Welt. Und dafür wird es stellvertretend abgesägt von sich selbstberufenen Spendengeldempfängern der NGO-Wirtschaft, die mit dem Zerschlagen der Säulen einen Wandel erzwingen wollen.
          Also diejenigen, welche sich von genannter Klientel aushalten lassen, da sie das Posen und den Kotau vor dem vergötterten Tier längst überall an die Wände schmieren. Ghettosprayerarmut ißt nicht vegan. Plakatwände. Kostenpflichtig natürlich. Es sei denn Spendenquittungen wechseln den Besitzer. Klar, man ist ja anständig weil man anständig ißt. Leisten kann sichs der Jetset sich elitär wähnender Etiketten-Esser und Arte-Gucker.
          Die Kampfkassen quillen über bei NGOs. Kleine Peta-Clubs mit größeren Kassen, die mit gleichlautender moralischer Erpressung PR-Kampagnen führen Klientel füttern und Kassen weiter zum Selbstzweck füllen. Mit anklagenden Gorillaaugen geschmückter Opferritus.

          Als protegierte Moral-Spendengeld-Empfänger, die das Opfern für solche Plakataffen zur Religion gemacht haben, denen ist das Einkommen lange gesichert. Frag die Kirchen, die kennen sich mit sowas aus und darben nicht.

          Nebenbei gesagt: Gerade heute nimmt die Spendenaquirierung als Geschäftsmodell ja ständig an Fahrt auf. Jeder X-Beliebige Unterhalter, Schreiber und Echokammer-Beleber giert nach Alimentierung seines identitären Hobbies und bedient eine ihn oder das Thema nicht selten vergötternde anhimmelnde Kundschaft, die sich dann per Konsum-Knopfdruck kapitalismusaffin mit ein paar Euro Paypalguthaben ihr Sein erkauft. Und die Leute wundern sich über den Erfolg einer handvoll Youtub-Werbefilm-Stars, die sich selbst Millionen einspielen …

          Mehr steckt in deiner Ideologie meines Erachtens kaum. Echte Sorge um die Welt und den Menschen läßt sich nicht so dermaßen abscheulich korrumpieren wie es der gemeine Veganer macht. Die Währung wechselt freilich, Geld, Aufmerksamkeit oder andere Kapitale, der Deal bleibt derselbe.

          Und ich will wirklich glauben, das solche Leute aufrichtig aus Sorge um das Gute zum Steigbügelhalter für das Schlechte werden … Nur ist der gesammelte Irrtum und das rigorose Posen gerade beim Veganer und Tierrechtler so obszön sichtbar. Nur die Ausnahmedummheit oder radikal-naive Sentimentalität kann entschuldigen, dieser Vegan-Wahn-Scheinheiligen-Attitüde verfallen zu sein.

          Dabei wäre es ganz einfach. Letzens von einer Bekannten erfahren, die ich schon länger kenne! – sie ißt Vegetarisch und seit längerem probiert sies vegan. Wußte ich gar nicht. Neuerdings versucht ihr Mann das jetzt mit ihr gemeinsam auszulöffeln. Diese sentimentale Schüssel einer Vierjährigen!, die an der Fleischtheke ihre Entscheidung fürs Leben traf – aber was tut ein treusorgender Mann nicht alles für die Liebe 🙂

          So kann diese Kritik noch Gut enden finde ich. Ein verschwiegenes Vorbild ohne esoterischen Klamauk – gibts auch! Nur im Konfliktfalle sparsam mitteilsam. Dabei ehrlich ihre sentimentale Ader lebend und kommunizierend. Kein Geschrei und Gewese um Aufmerksamkeit und keine Hasskultur. Kein moralischer Deppenhammer.
          So kann man miteinander umgehen – dann ist es egal was auf dem Teller landet, man ißt sich satt, jeder wies ihm schmeckt und man redet über Wichtiges und nicht über Nebensächlichkeiten.

          • „dann ist es egal was auf dem Teller landet, man ißt sich satt, jeder wies ihm schmeckt und man redet über Wichtiges und nicht über Nebensächlichkeiten.“

            Danke! So sollte es sein. Was ist nur los mit den Menschen, daß so viele anderen immer und überall vorschreiben wollen, was sie zu tun und zu lassen haben (nicht nur beim Essen)? Jeder mache sein Ding, aber lasse mich in Frieden. Ich schreibe euch Traumtänzern doch auch nichts vor. Wenn ihr meint, es tue euch gut, nur „vegan“ zu essen, dann tut es. Aber versucht nicht, es mir vorzuschreiben. Noch nie darüber nachgedacht, was Freiheit bedeutet? Im übrigen, wer glaubt daß „ethisch motivierter völliger Verzicht auf tierische Produkte bei der Ernährung“ (Duden) tatsächlich „Tierleid“ vermeidet, der scheint auch zu glauben, daß ein Zitronenfalter Zitronen faltet. Erst denken, dann reden. Bei „Veganern“ scheint mir, steht das Denken sehr weit hinten, nicht am Anfang.

          • Nein! Zunächst nur eine Klarstellung (bin auf dem Sprung). Das mit Glyphosat war ironisch gemeint! Dachte, das geht aus dem 2. Halbsatz und meiner Gesamtaussage hervor.

          • Was Fehlbetäubungen angeht, kenne ich andere Zahlen. Selbst nach Angaben von Tönnies beträgt die Fehlbetäubungsquote dort < 1 %. Das wären bei 9 Mio. allein von Tönnies geschlachteten Schweinen jährlich bis zu 90.000 Tiere – und das bei der als zuverlässig geltenden CO2-Betäubung, die generell insoweit problematisch ist, als ihr Anzeichen von Atemnot und Panik bei den Tieren vorausgehen. Nach Angaben der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft im Geschäftsbereich des BMEL beträgt die Fehlbetäubungsquote sogar 12 % bei Schweinen und 9 % bei Rindern. Es ist jedem unbenommen, sein Schnitzel auch noch zu genießen, wenn er hierüber aufgeklärt wurde.

            „… für ein Gericht Gemüse sterben mehr Tiere für einen Schweinebraten.“ Aha. Keine weiteren Ausführungen – dass der Vergleich hinkt, ist Dir klar.

            Zum Thema Bio teile ich möglicherweise Deine Ansicht, auch wenn das nicht Ziel einer Diskussion zu sein braucht. Ich halte überhaupt nichts von diesem Natürlichkeitsquatsch. Synthetik ist Naturstoffen oft überlegen. Mit dem – ironischen – Hinweis auf Glyphosat wollte ich gerade auf den verqueren Bio-Wahn anspielen. Für mich sind da die Maßstäbe beim Thema Ernährung verrutscht (ui, dass ich damit gleich so einen Wortschwall entfessele, hab ich nicht erwartet). Die Glyphosat-Aufruhr in meiner Facebook-Timeline kam keineswegs von Veganern, oh nein! Wenn man sich ökologisch schonend ernähren möchte, bleiben wir einmal bei diesem Aspekt, dann ist die Vermeidung oder bereits die Verringerung tierischer Produkte wohl das einzig Sinnvolle, und nicht Bio. Und warum sollte man eine ökologisch schonende Ernährung nicht schön, elegant, ästhetisch, sinnig, stimmig finden? Was spricht dagegen? Und wenn es noch schmeckt und billig ist. Wenn Du jetzt mit dem „Superfood“-Quatsch kommst, das hat längst die Salat-mit-Hühnerbruststreifen-Fraktion gekapert, das ist nicht „vegan“.

            Ich bin in keiner Filterblase von Umwelt-NGOs, auch missioniere ich nicht beim Essen wie auch sonst nicht. Ich habe sogar mehrfach bei "Bauer Willi" und hier was gepostet, und zwar nicht um dort zu missionieren (so mangelernährt bin ich dann doch nicht), sondern um meine Argumente und Vermutungen Gegenwind auszusetzen und zu gucken, was passiert; o.k., manchmal auch, weil mir diese Welternährer-Hybris einiger Bauern auf den Sack ging, engherzig wie ich gegenüber Menschen nun mal bin, und um aufzuklären über Aminosäureprofile und -gehalte von Getreide und Hülsenfrüchten; seltsamerweise hatten einige Schweinemäster die Transferleistung in Sachen Ernährungsphysiologie auf Menschen noch nicht hingekriegt. Besserwisserisch bin ich auch noch, was für ein schlechter Mensch ich bin.

            Zu Tisch und Missionieren: Es sind immer die anderen, die fragen, ob ich Vegetarier oder Veganer sei. Ich finde diese Frage sogar unangenehm. Ich bezeichne mich selbst im echten Leben auch nie als Veganer, und ich sehe mich nicht als Veganer, genau so wenig wie ich mich als Sportler sehe, weil ich ja zwischendurch auch noch was anderes mache, z.B. arbeiten. Es sind die anderen, echt jetzt, die einen von sich aus und ungefragt als Veganer bezeichnen, jedenfalls meine Kollegen, die über ein paar Wochen meine Bestellungen in der Mittagspause registrierten und darauf auf meine Ernährung insgesamt schlossen. Ich habe auch keinen "Öko"-Habitus oder so; ich hätte mir schon zum Frühstück meine Tagesration Wurst und Milch reingezogen haben können. Vielleicht ist Deine Freundin nicht das einzige "verschwiegene Vorbild ohne esoterischen Klamauk".

            Warum schreibe ich das jetzt? Hat ja wenig mit Veganismus zu tun, geschweige denn mit dem Thema des Artikels, diesem einen Lebenszeit-Argument einiger Veganvereine. Eben, vieles hier im Blog hat wenig mit Veganismus zu tun, sondern nur mit einem konstruierten Feindbild, dem vorgestellten oder bewusst insinuierten „typischen Veganer“. Mittlerweile macht es mir sogar Spaß, mit lächerlichen Klischees konfrontiert zu werden, das zieht mich wohl immer mal wieder in dieserart Blogs. Ist eine durchaus interessante Erfahrung, sich als biederer Bürger als „Minderheit“ zu fühlen. Da erlebt man erst, wie sehr das ein soziales Konstrukt ist – Minderheit: eine Eigenschaft wird willkürlich als deutliches Kennzeichen eines Menschen wahrgenommen. Schon aufgrund eines Ernährungsstils und wegen Werten, die eigentlich die meisten gutheißen, das muss man sich mal reinziehen! Wobei der Effekt in den letzten zwei, drei Jahren stark nachgelassen hat, zum Glück. Ich kann mir dadurch vielleicht im Ansatz vorstellen, wie sich Kopftuch oder Kippa tragende Menschen manchmal bewertet, ja reduziert, fühlen.

            Sollten wir uns nicht alle etwas aufgeklärter verhalten (Veganer eingeschlossen)?

          • Ja. Deine Beiträge sind sicher an Gedanken reich ADT. Mir fällt aber schwer deinen Gedanken zu folgen.

            Ich schätze das wir da beide von Klaus Alfs lernen können. Einfache klare Sprache zu umfangreich diskutierten Beiträgen auf hohem Niveau. Das macht seine Beiträge auch so lesbar und informativ.

            Die Beschränkung auf Kommentare läßt ausgeweitete Diskussion ohne Mißverständnisse wohl nur beschränkt zu. Deshalb sollten wir das Board hier auch nicht weiter strapazieren.

            Drehen wir uns nicht im Kreis – jeder hat das Recht zu essen was ihm schmeckt :>

            Besten Tag auch

          • Ja, Klaus Alfs ist ein Gott der Sprache und Gedanken. Schon der Mitjünger Knallig
            sagte am August 18, 2017 um 4:55 zu Carl Freudenschuss:
            „Auf einer Seite von einem Fachmann sind Sie gelandet.
            Zur Information: Fachleute sind die Personenkreise, die Bücher schreiben über Themen zu denen sie studiert, gearbeitet und oft auch wissenschaftlich publiziert haben. Fachleute sind diejenigen, die von der Wirtschaft, von der Verwaltung frequentiert werden um fachlich sinnvolle richtige Antworten zu geben.“ So eine ehrfürchtige Anhängerschaft muss man sich hart erarbeiten. Großes Kino! Trotzdem: Für die Erläuterung meiner „sicher reichen Gedanken“, Du Schmeichler Du, Du, Du, sowie Rückfragen und Nachträge stehe ich sehr gern zur Verfügung.

  3. Hallo Herr Alfs,
    vielen Dank für Ihre sehr lesenswerten Artikel in diesem Blog. Der Link zum „Bambi-Effekt“ ist sehr erfreulich. Zum Nachlesen sehr zu empfehlen. Was dort (vor 20 Jahren schon) herausgearbeitet wurde, ist genau das, was m.E. eines unserer größten Probleme heutzutage ist. Der Bambi-Effekt wirkt sich auf sehr viele Dinge in unserem Leben aus, nicht nur auf den grundlegend falschen Umgang mit Tieren. Aufgrund eines vorherrschenden wirren und verqueren Naturverständnisses werden viele grundlegend falsche Entscheidungen getroffen. Dabei scheint mir das Hauptproblem die hinter dem Bambi-Effekt steckende Überzeugung, daß der Mensch nicht Teil der Natur sei.

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