Weg mit den Masken – Bestätigung

Ich kann noch so widerspruchsfrei argumentieren, alle Daten und Fakten gewichten – passt jemandem eine meiner Schlussfolgerungen nicht, heißt es: „Wer ist denn dieser Alfs überhaupt? Der kann ja viel erzählen.“ Was meinen Artikel Weg mit den Masken betrifft, mag es sich ähnlich verhalten. Denn der offensive Maskenfaschismus ist inzwischen ein Kennzeichen unserer intellektuellen Elite. Gegen die geballte Kompetenz von Wolfgang Niedecken, Udo Lindenberg oder Nassim Nicholas Taleb (1) kommt man einfach nicht an. Öffentliches Durchdrehen gilt als Krone von Aufklärung und Humanismus:

Spezialausrüstung für Großmäuler, die andere als intellektuelle Idioten bezeichnen, nur um diese schließlich in Idiotie weit zu übertreffen. Diagnose Eigentor.

Wie in meinem Artikel ausführlich dargelegt, kann im Prinzip jeder Laie rational beurteilen, ob Alltagsmasken etwas taugen, wenn er nur ein paar Dinge beachtet. Die Hauptarbeit besteht darin, unter Kubikmetern wissenschaftlich getünchten Bullshits Diamanten harter wissenschaftlicher Resultate zu erspähen. Man blickt ziemlich leicht durch, sofern man seinen Verstand nicht wie Taleb verkehrt herum angezogen hat und nicht auf das dumme Zeug hereinfällt, das Lauterbach oder Wieler verzapfen.

Argumentum ad verecundiam

Jüngst ist eine ausführliche Arbeit mit dem Titel Mund-Nasen-Schutz in der Öffentlichkeit: Keine Hinweise für eine Wirksamkeit erschienen. Diese Arbeit bestätigt – wenig überraschend – alles, was ich zum Thema Alltagsmaske geschrieben habe, einschließlich meiner Kritik am Diskussionspapier zur „Maskenstadt“ Jena oder am Sinneswandel des Robert-Koch-Intstituts.

Über die Autorin heißt es :

Prof. Dr. med. Medizinstudium in Freiburg, danach Tätigkeit am Institut für Allgemeine Hygiene und Bakteriologie, Chirurgische Universitätsklinik Freiburg, Facharztausbildungen für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie sowie für Hygiene und Umweltmedizin. 1993 Habilitation im Fach Krankenhaushygiene. 1998–2006 Tätigkeit im Klinikum rechts der Isar der TU München. 2006–2016 Chefärztin der Abteilung Krankenhaushygiene an den Kliniken Südostbayern AG der Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land. Seit 2016 Betreuung mehrerer Akut-, Fach- und Reha-Kliniken in selbstständiger Tätigkeit.

Wer also partout auf Autorität pocht, kann sie hier finden und muss nicht auf mich hören. Die Autorin hat zudem keinerlei finanzielle oder nichtfinanzielle Interessen.

Das ist natürlich ein Problem für die Maskenfetischisten. Es bleibt ihnen dann nur, auf Prof. Kappstein genauso zu reagieren wie auf mich, nämlich zu rufen: „Wer ist denn das überhaupt?“ Ihr droht ein ähnliches Schicksal wie anderen zuvor hoch angesehenen Experten, zum Beispiel Sucharit Bhakdi. „Die ist doch pensioniert und bestimmt schon senil“, wäre ein möglicher Einwand. Und man glaube nicht, ein solcher Einwand sei für Gebildete zu primitiv. Kein Mittel ist denen zu primitiv, wenn es dazu taugt, die eigene Voreingenommenheit auf Biegen und Brechen zu verteidigen.

Der von mir häufig zitierte Denis Rancourt hat als Reaktion auf derlei Anklagen ausführlich dargelegt, warum er beim Thema Corona als sehr kompetent gelten muss. (2) Ob es ihm etwas nützt? Selbst Nobelpreisträger wie Michael Levitt werden trotz aller Meriten in Statistik und wissenschaftlicher Methodik von weit weniger Berufenen als inkompetent abqualifiziert.

A propos Bullshit: In meinem Artikel habe ich auch eine Studie erwähnt, die angeblich ausschlaggebend dafür war, dass die WHO ihre Meinung zu Alltagsmasken geändert hat. Ich habe erläutert, warum diese Studie schon vom Design her wenig taugt. Die Autoren selbst attestieren ihrer Arbeit „low evidence“, Rancourt bezeichnet sie als Mischmasch bzw. Kuddelmuddel (hodgepode) von Daten. Man könnte auch einfach sagen, dass sie Schrott ist. Bestätigt wird dieses Urteil nun vom Epidemiologen Peter Tueni, der folgert, dass sie „methodisch fehlerhaft“ und „weitgehend nutzlos“ sei. Siehe diese Zusammenfassung.

Der Maskenirrsinn wird umso aggressiver, je deutlicher sich alle Pseudobegründungen als purer Bullshit erweisen. Das ist die eigentliche Seuche und Pestilenz. Es stimmt mich überaus besorgt, dass Staaten wie Frankreich, Großbritannien oder Österreich wider alle Vernunft den Maskenzwang verstärken. Und ich befürchte, es wird auch in unserem Land schlimmer werden. Denn die Maske ist nichts weiter als ein Zeichen der Unterwerfung. Es bereitet Mächtigen Wollust, ihre Untertanen zu jeglichem Unsinn zwingen zu können. Noch mehr Befriedigung erhalten sie, wenn sie sehen, dass die Untertanen ihnen deswegen auch noch zujubeln und sich die Intellektuellen bei ihnen mit Inbrunst anbiedern.

Nützen Argumente?
Nein.

Das Folgende sind Bemerkungen für ein Paralleluniversum, in dem Argumente zählen:

Bei der Kritik am Maskenzwang ist es zwar sinnvoll, sich auf eine Hauptargumentation zu konzentrieren, zum Beispiel darauf, dass alle Diskussionen über die Wirkung von Masken müßig seien, da es schlicht kein relevantes Infektionsgeschehen gibt. Aber das reicht meiner Ansicht nach nicht aus. Im Juristendeutsch gibt es die Ausdrücke vorsorglich und höchst vorsorglich; in jeder philosophischen Abhandlung sollten alle denkbaren Aspekte und Argumente abgewogen werden. Das hat seinen guten Sinn, denn andernfalls kann man leicht auf falschem Fuß erwischt zu werden.

Die Argumentation könnte so aussehen: Eine Maskenpflicht kann allein schon deswegen nicht verordnet werden, weil sie mangels Infektionsgeschehen schlichtweg nicht erforderlich ist. Vorsorglich sei angemerkt, dass Alltagsmasken auch dann nicht den gewünschten Effekt hätten, wenn das Infektionsgeschehen hoch wäre. Höchst vorsorglich sei darauf verweisen, dass Atemschutzmasken gleich welchen Typs generell nicht gegen respirartorische Viren schützen – auch nicht bei sachgemäßer Anwendung unter klinischen Bedingungen.

Diese Art der Argumentation wirkt auf mich allerdings so, als würde man ein Pferd von hinten aufzäumen. Ich würde eher so argumentieren: Eine Maskenpflicht kann nicht begründet werden, weil Masken gleich welchen Typs generell nicht gegen respiratorische Viren schützen. Vorsorglich sei angemerkt, dass ein Nutzen von Alltagsmasken auch dann nicht gezeigt werden kann, wenn Masken prinzipiell gegen respiratorische Viren schützen würden. Höchst vorsorglich sei darauf verwiesen, dass wir zur Zeit keinerlei Infektionsgeschehen beobachten können, welches eine Maskenpflicht unter der Bedingung rechtfertigen könnte, dass Masken prinzipiell nützen.

Doch es ist unterm Strich einerlei, wie man die Dinge dreht und wendet. Denn Argumente nützen hier so wenig wie Alltagsmasken gegen Viren.

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(1) Talebs Ruhm war mir immer schon unerklärlich.

(2) Hier der betreffende Passus (S. 7-10) :
„I am retired and a former tenured Full Professor of Physics, University of Ottawa. Full Professor is the highest academic rank. During my 23-year career as a university professor, I developed new courses and taught over 2000 university students, at all levels, and in three different faculties (Science, Engineering, Arts). I supervised more than 80 junior research terms or degrees at all levels from post-doctoral fellow to graduate students to NSERC undergraduate researchers. I headed an internationally recognized interdisciplinary research laboratory, and attracted significant research funding for two decades.

I have been an invited plenary, keynote, or special session speaker at major scientific conferences some 40 times. I have published over 100 research papers in leading peer-reviewed scientific journals, in the areas of physics, chemistry, geology, materials science, soil science, and environmental science. I have made fundamental scientific discoveries in the areas of environmental science, measurement science, soil science, bio-geochemistry, theoretical physics, alloy physics, magnetism, and planetary science.

My scientific h-index impact factor is 39 (84% of Nobel Prize winners in physics had h-indexes of at least 30), and my articles have been cited more than 5,000 times in peer-reviewed scientific journals. My publication record, citations statistics, and impact factors are publicly available at Google Scholar, at the URL https://scholar.google.ca/citations?user=1ChsRsQAAAAJ .

My recent non-committee-reviewed articles about the science of the COVID-19 epidemic and the science of masks for preventing viral respiratory diseases have been read more than 0.5 million times on ResearchGate, and more times on other venues. My recent video interviews and reporting videos about the science of COVID-19 and face masks have been viewed more than 1 million times.

My personal knowledge and ability to evaluate the facts in this article are grounded in my education, research, training and experience, as follows:

i. Regarding environmental nanoparticles. Viral respiratory diseases are transmitted by the smallest size-fraction of virion-laden aerosol particles, which are reactive environmental nanoparticles. Therefore, the chemical and physical stabilities and transport properties of these aerosol particles are the foundation of the dominant contagion mechanism through air. My extensive work on reactive environmental nanoparticles is internationally recognized, and includes: precipitation and growth, surface reactivity, agglomeration, surface charging, phase transformation, settling and sedimentation, and reactive dissolution. In addition, I have taught the relevant fluid dynamics (air is a compressible fluid), and gravitational settling at the university level, and I have done industrial-application research on the technology of filtration (face masks are filters).

ii. Regarding molecular science, molecular dynamics, and surface complexation. I am an expert in molecular structures, reactions, and dynamics, including molecular complexation to biotic and abiotic surfaces. These processes are the basis of viral attachment, antigen attachment, molecular replication, attachment to mask fibers, particle charging, loss and growth in aerosol particles, and all such phenomena involved in viral transmission and infection, and in protection measures. I taught quantum mechanics at the advanced university level for many years, which is the fundamental theory of atoms, molecules and substances; and in my published research I developed X-ray diffraction theory and methodology for characterizing small material particles.

iii. Regarding statistical analysis methods. Statistical analysis of scientific studies, including robust error propagation analysis and robust estimates of bias, sets the limit of what reliably can be inferred from any observational study, including randomized controlled trials in medicine, and including field measurements during epidemics. I am an expert in error analysis and statistical analysis of complex data, at the research level in many areas of science. Statistical analysis methods are the basis of medical research.

iv. Regarding mathematical modelling. Much of epidemiology is based on mathematical models of disease transmission and evolution in the population. I have research-level knowledge and experience with predictive and exploratory mathematical models and simulation methods. I have expert knowledge related to parameter uncertainties and parameter dependencies in such models. Recently, in collaboration, I have examined the instantaneous reproductive rate of COVID-19 infections in response to government masking impositions, in U.S. States.
v. Regarding measurement methods.

In science there are five main categories of measurement methods: (1) spectroscopy (including nuclear, electronic and vibrational spectroscopies), (2) imaging (including optical and electron microscopies, and resonance imaging), (3) diffraction (including X-ray and neutron diffractions, used to elaborate molecular, defect and magnetic structures), (4) transport measurements (including reaction rates, energy transfers, and conductivities), and (5) physical property measurements (including specific density, thermal capacities, stress response, material fatigue…). I have taught these measurement methods in an interdisciplinary graduate course that I developed and gave to graduate (M.Sc. and Ph.D.) students of physics, biology, chemistry, geology, and engineering for many years. I have made fundamental discoveries and advances in areas of spectroscopy, diffraction, magnetometry, and microscopy, which have been published in leading scientific journals and presented at international conferences. I know measurement science, the basis of all sciences, at the highest level.

It would be insufficient for me to be a simple medical doctor (MD) or public health officer. My relevant knowledge and ability stems from my broad multi-disciplinary knowledge, in light of the recognized difficulty of the question.“