Einladung zum Affentanz

Heute in meinem Postfach:

Wie man sieht, wird Unvoreingenommenheit hier groß geschrieben. Es „gilt gerade im Kontext der gegenwärtigen Krise“ wie auch in allen anderen Kontexten „einmal mehr“ das ewiggleiche Bla Bla über die Natur, von der der Mensch „existenziell abhängt“, obwohl er doch zugleich ein „Teil der Natur“ sein soll, demnach existenziell wenigstens zum Teil von sich selbst abhängen müsste. Dass es nur auf diesen Teil menschlicher Interdependenz ankommen könnte, ist im „Kontext“ offenbar nicht vorgesehen. Ich als „Teil der Natur“ weiß jedenfalls Besseres, als existenziell bei einem Zeit-Convent abzuhängen. Denn „einmal mehr“ steht hier das Ergebnis „ergebnisoffen“ von vornherein fest:

Die abscheuliche Massenhysterie, die sich „Corona-Krise“ nennt, in Wahrheit aber eine Endkrise des menschlichen Verstandes ist, wird mit den üblichen Wahnvorstellungen einer bevorstehenden Klimakatastrophe und „nachhaltiger Wirtschaft“ zu einem noch gewaltigeren Klumpen purer Ideologie zusammengeknetet. Auf die hochnotpeinliche Befragung der „Firmenvertreter“ seitens eingebundener NGOs darf man sich ebenfalls freuen. Ich weiß schon, was Unternehmen zu guten Unternehmen macht: solche, die alles gestehen, andere verpfeifen und sich nicht bei Investoren empfehlen, sondern bei Inquisitoren anbiedern.

Ich war auf zwei Zeit-Convents zum Thema „Agrar“. Beim ersten wurde ein Insektenmast-Versuch prämiert, beim zweiten eine Bruderhahn-Initiative, also zwei Varianten denkbar großer Energie- und Ressourcenverschwendung. Der Bauernverband gab gerührt seinen Segen; der anwesende Abgesandte verkündete ergriffen, dass Landwirte inzwischen gelernt hätten, Tiere als „empfindende Lebewesen“ zu betrachten. Bruderhähne zur Sonne, zur Freiheit! Ich nehme an, beim nächsten Convent wurde die Mast hochsensibler Pinguine in der Sahara und hochbegabter Quallen in der Wüste Gobi gepriesen.

Auf dem ersten Convent gab es wenigstens ausreichend kaltes Bier. Anders als betrunken konnte man vor allem das Geschwätz von Richard David Precht auch nicht ertragen. Doch selbst Bier gibt es „gerade im Kontext der gegenwärtigen Krise“ nicht mehr, denn der ganze Quark wird ja digital serviert. Und das auch noch auf intellektueller Sojabasis. Sorry nein, das lass ich sein. Wirklich existenziell ist bei allem nur die Frage, warum Konvent hier mit C geschrieben wird, aber Context, Clima und Crise nicht. Gerade in Zeiten selbiger. Denken Sie einmal darüber nach! Guten Abend.