Keine Eier

Der Präsident der Bundesärztekammer wurde von Lanz, Lauterbach, dem Presse- und Twittermob an den Pranger gestellt, weil er die triviale Wahrheit ausgesprochen hatte, dass die Wirkung von „Alltagsmasken“ nicht erwiesen sei. Nun rudert er reuevoll zurück, was für sich genommen schon zum Fremdschämen armselig ist. Noch armseliger ist aber diese Erklärung der Bundesärztekammer:

Die aktuelle Evidenz aus vielfältigen Studien spricht für einen Nutzen des Mund-Nasen-Schutzes. Die Studien weisen darauf hin, dass sowohl die Übertragung auf andere als auch die Selbstansteckung durch Alltagsmasken reduziert wird. Trotz aller noch bestehender Unsicherheit resultiert aus den Daten aus Sicht der Unterzeichner die klare Empfehlung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.

Die Liste der Unterzeichner ist ellenlang. Was haben diese Leute eingenommen, dass ihnen die Eier weggeschrumpft sind? Oder haben sie nie welche gehabt? Die Erklärung jedenfalls ist so formuliert, wie es gegängelte Wissenschaftler in totalitären Regimen tun, die den Nonsens nach außen zu vertreten haben, den eine allmächtige Staatsführung vorgibt.

Die „aktuelle Evidenz“ zeigt mitnichten irgend einen Nutzen (Siehe auch hier und hier und hier) Das geben die Unterzeichner sogar selber zu, wenn sie Unsicherheiten erwähnen, die aber quasi gar keine seien. Denn man kann ja aus unklaren Daten einfach eine klare Empfehlung ableiten. Hauptsache, Mutti ist zufrieden. Knallharte Wissenschaft eben. Peinlich.

Ich finde das inzwischen nur noch beängstigend. Anstatt endlich zu tun, was ihre Pflicht wäre, nämlich im Interesse der Gesundheit aller Bürger gegen diese unerträgliche, übergriffige Regierung Haltung zu zeigen, kriecht man ihr nur umso tiefer in den Hintern. Die geballte Ärzteschaft lässt damit einen mutigen Mann wie den Facharzt und Epidemiologen Friedrich Pürner, Chef des Gesundheitsamtes Aichach-Friedberg, einfach im Stich. Zum Glück lässt sich Pürner nicht einschüchtern.

Die Ärztekammer sollte beruhigend auf die Bevölkerung einwirken. Es wäre ihre Pflicht, die Bevölkerung zu informieren, dass der Eindruck eines dramatischen Infektionsgeschehens nur durch Massentests hervorgerufen wird, die nicht für diagnostische Zwecke taugen und gar keine Infektion bzw. keine akute Infektion nachweisen können.

Warum ist es überhaupt von Bedeutung, ob Alltagsmasken wirken oder nicht? Es hat die Ärztekammer in den Jahren zuvor auch nicht interessiert, obwohl sich laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bis zu 16 Millionen Menschen während einer Grippewelle mit Influenza infizieren!

Vielleicht sollte die Bundesärztekammer dann doch einmal schauen, wie das mit Masken in der Arbeitswelt geregelt ist. Denn weil Masken nachweislich schaden können, werden Arbeitnehmer, die im Berufsalltag längere Zeit und regelmäßig Masken tragen müssen, vorher sorgfältig von Ärzten untersucht, ob sie körperlich dazu in der Lage sind. Ferner gibt es strenge Regeln und Normen, die einzuhalten sind.

In der neuen Normalität wird das alles in den Wind geschlagen. Man verordnet fast allen Bürgern ohne vorherige Untersuchung einfach irgendwelche Lappen, die sie sich selbst zusammennähen oder von obskuren Anbietern erwerben können, und erklärt ex cathedra, Schäden gebe es nicht, Nutzen sei erwiesen. Basta. Ärzte, die so etwas unterstützen, verdienen ihre Titel nicht. Sie sind eine Schande ihres Berufsstandes!